Bluthochdruck

Anzeichen erhöhten Blutdrucks

Bluthochdruck ist eine gefährliche Krankheit, die im Anfangsstadium kaum Anzeichen zeigt. Da die Symptome denen einer normalen Erkältung ähneln, bleibt der Blutdruck häufig unbemerkt.

Anzeichen für hohe Blutdruckwerte können sein: 

  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Ohrensausen
  • Übelkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Nasenbluten
  • Übergewicht


Die genannten Krankheitszeichen treten häufig in den Morgenstunden auf.

Risikofaktoren des Bluthochdrucks

Der ideale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg (sprich 120 zu 80). Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien  auf einen systolischen Wert von über 140 mmHg und einen diastolischen Wert über 90 mmHg gesteigert ist.
Behandlungsbedürftig  ist Bluthochdruck dann, wenn der Wert bei mehreren Messungen eindeutig bei 140/90 oder darüber liegt.

Auch wenn die Ursache des Bluthochdrucks nicht eindeutig geklärt ist und oft keinerlei Anzeichen für eine organische Veränderung  vorliegen, gibt es doch Risikofaktoren, die den Bluthochdruck begünstigen können:

  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Zuckerkrankheit
  • familiäre Neigung zu Bluthochdruck
  • Übergewicht


Manchmal wird Bluthochdruck durch eine Erkrankung beispielsweise der Nieren oder durch Medikamente verursacht. In vielen Fällen gibt es keinen eindeutigen Auslöser, oft bleibt die Ursache im Dunkeln.

Dauerhafter Bluthochdruck ist eine wesentliche Ursache für die Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Diese kann zu Herzinfarkt, arterieller Verschlusskrankheit, Nierenversagen oder Schlaganfall führen.
An Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sterben ungefähr 43% aller Männer und über 50% aller Frauen in Deutschland.

Was können Sie gegen Bluthochdruck tun?

  • Regelmäßige sportliche Betätigung (kein Leistungssport!)
  • Stressvermeidung
  • Kein Konsum von Nikotin und Alkohol
  • fettarme, kochsalzarme Ernährung
  • Gewichtsreduktion

Kann der Blutdruck durch diese Allgemeinmaßnahmen nicht oder nur unzureichend unter Kontrolle gebracht werden, leitet der Arzt eine medikamentöse Therapie ein.

Anforderungen an ein Medikament gegen Bluthochdruck

Ein Medikament gegen Bluthochdruck sollte…

… eine effektive Blutdrucksenkung bewirken
… über eine Langzeitwirkung verfügen
… sehr gut verträglich sein
… einen neutralen oder sogar positiven Einfluss auf den Stoffwechsel  zeigen
… breite Einsatzmöglichkeiten bei Begleiterkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, 
    Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und 
bestimmte Atemwegserkrankungen haben
… keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufweisen

Medikamentöse Therapie

Eine wirksame und erfolgreiche Behandlung des Bluthochdruckes verfolgt das Ziel, die Blutdruckwerte effektiv zu senken und Folgeschäden zu vermeiden.

Zur Behandlung des Bluthochdruckes stehen mehrere Substanzklassen zur Verfügung. Ihr Arzt wird Ihnen ein für Sie passendes Medikament verschreiben. Wichtig ist, dass Sie das Präparat regelmäßig einnehmen. Denn Ziel ist eine dauerhafte und gleichmäßige Blutdrucksenkung.
Setzen Sie niemals die Behandlung ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Denn besonders bei Blutdruckmedikamenten kann es zu einem sogenannten Rebound-Phänomen kommen, das heißt, dass der Blutdruck nach Absetzen des Medikamentes übermäßig stark ansteigt. Und das kann gefährlich werden.

 
 

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